Yucatán
29 Sep 2009
Yucatan, manchmal auch Mayathan oder Riviera Maya genannt, ist sicherlich eines der beliebtesten Reiseziele für Mexiko-Urlauber. Wobei freilich nur der nördliche Teil der Halbinsel, die den Golf von Mexiko von der karibischen See trennt, zu Mexiko gehört. Hier finden sich die drei Bundesstaaten Yucatan, Campeche und Quintana Roo, während der Süden zu Guatemala und Belize gehört.
Tropisches Klima
Freilich stellt die Region – was Klima und Geschichte angeht – eine große Einheit dar: Das „Land der Maya“ ist tropisch-heiß. Vor allem im Süden finden sich daher dichte Regenwälder, die zum Norden hin, wo es langsam trockener wird, allmählich abnehmen. Typisch für die Landschaft und in unzähligen Reise- und Naturreportagen „verewigt“, sind die so genannten Cenotes – mit Süßwasser gefüllte Einbrüche im porösen Kalksteinboden: Über 3000 (!) davon gibt es auf Yucatan. Die meisten sind zu einem riesigen, zusammen-hängenden Höhlensystem verbunden, das den Untergrund der Halbinsel durchzieht. Forscher sprechen mitunter davon, dass die gesamte Region wie ein Schweizer Käse durchlöchert sei … Heute geht man davon aus, dass diese Cenoten schon den Maya bekannt waren und als Süß- und Frischwasserspender, aber auch als rituelle Opferstelle genutzt wurden. Obwohl Cenoten-Tauchen sehr beliebt ist, sollten sich nur erfahrene Taucher (und das auch niemals alleine!) in die bis 100 Meter tiefen Schächte hineinwagen.
Die Küste
Wobei viele Touristen vermutlich ohnehin allein wegen der Küste und ihrer Strände angereist sind? Tatsächlich findet sich hier auf vielen Kilometern Küstenlinie alles, was wir Europäer mit den Begriffen Karibik und Strandurlaub verbinden: Weißer, weicher Sand und ein türkis-blaues Meer. Dabei sind die Strände, die zum Barfußlaufen und Planschen geradezu einladen, jedoch niemals überlaufen! Vor der Küste finden sich Korallenriffe, die Taucher und Schnorchler magisch anziehen. Segeln und Katamaran-Touren werden privat wie auch von Hotels angeboten. Die Brandung ist schwach; freilich gilt die ganze Halbinsel als hurrikangefährdet.
Das Landesinnere
Oft reicht der Dschungel bis ans Meer, so dass Urlauber die See vor sich und das grüne Landesinnere Yucatans – gleich einer undurchdringlichen Wand -, im Rücken haben. Hier findet sich, wie in den Riffen mit ihren Korallen und unzähligen bunten Fischen, ein unglaublicher Reichtum an Tier- und Pflanzenarten. Bei geführten Tripps ins Landesinnere – mit Quad oder Jeep und zum Teil auch zu Fuß – kann der Dschungel unter fachkundiger Führung gefahrlos erforscht werden.
Der touristische Alltag
Auch Naturschützer bestätigen, dass der Tourismus auf der Insel insgesamt auf einem guten Weg ist. Denn selbst die modernen Hotelanlagen mit ihren Marinas und Golfplätzen wurden, wo immer möglich, in die Landschaft integriert. Wer es urwüchsiger mag, wird ohnehin in einer der einfachen Hütten mit Palmdach und Hängematte absteigen.
Die Ureinwohner
Noch heute leben Nachfahren der Maya auf der Insel, und ihre Dörfer können oft auch besucht werden. Da viele von und mit den Touristen leben, kennen die modernen Maya Radio und westliche Kleidung, während Tänze in Originaltracht und der traditionelle Maisanbau eher als – wenngleich aufregendes -, Spektakel für die Touristen zelebriert werden. Auch die Religion der Maya hat sich längst mit dem Christentum vermischt. Wie nicht anders zu erwarten, ist die ganze Halbinsel zudem von Tempeln und Ruinen der alten Maya überzogen: Chichen Itza etwa gilt als eines der Weltwunder und liegt im Landesinneren, rund drei Autostunden von Playa del Carmen entfernt.
Leave a reply