Palenque
30 Sep 2009
Palenque im Südosten von Mexiko war eine der bedeutendsten Haupstädte der Maya und zählt seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt wurde auf einer Terrasse gebaut, die an den Hügeln des Hochlandes von Chiapas, dem mexikanischen Bundesstaat, gelegen ist. Sie befindet sich im warm-feuchten Klima und ist von Regenwald umgeben. Die Stadt selbst ist weniger interessant, stattdessen ist sie vor allem wegen der Ausgrabungsstätten bekannt und zieht jährlich viele Touristen an. Erst ein kleiner Teil der früheren Mayastadt ist bisher vom Urwald freigelegt und erforscht worden.
Nahe der Stadt, etwa 10 km entfernt, befindet sich die archäologische Stätte von Palenque. Der Palast sowie der Tempel der Inschriften bilden das Zentrum der Stadt. Der Palast stellt den größten Komplex dar und wurde auf einer künstlichen Plattform errichtet, die über eine circa 70 m hohe Treppe erreicht wird. Ein vierstöckiger Tempel, der heute als Wahrzeichen der Stadt gilt, tritt aus dem Inneren des Palastes hervor. Von diesem bietet sich ein Blick auf die Umgebung sowie die restlichen Ruinen der Stätte.
Der Tempel der Inschriften befindet sich gegenüber dem Palast. Das Gebäude in Form einer stufenförmigen Pyramide ist etwa 20 m hoch und besitzt auf der obersten Plattform einen Tempel. Unter dem Tempel der Inschriften befindet sich die Grabstätte von Pacal, dem bedeutendsten Herrscher von Palenque. Des Weiteren wurde hier eines der eindruckvollsten Mayareliefs, die Grabplatte von Palenque, gefunden. Heute ist der Gang bis zum Fundament des Tempels und zur Grabkammer frei zugänglich.
Ebenso sehenswert ist die sogenannte Kreuzgruppe. Diese besteht aus den drei Tempeln, der Sonnentempel, der Kreuztempel und der Blattkreuztempel. Sie besitzen die Gemeinsamkeit, dass sie alle drei jeweils auf der Spitze einer stufenförmigen Pyramide gebaut sind, die über eine Treppe an der Vorderseite verfügt.
Als weitere Ausflugsziele dienen ebenfalls der Nationalpark von Palenque sowie die Wasserfälle und Stromschnellen von Aqua Azul, Aqua Clara und Misol Há.

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